METROPOLENREGION STUTTGART

An der westlichsten Randzone der Europäischen Metropolregion Stuttgart,
nur 25 km von Stuttgart’s Mitte, wo Strohgäu, Heckengäu und Enzgau sich nicht festlegen wollen, liegt Eberdingen. Drei Landschaften, drei Ortsteile. Ein Katzensprung zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg und
fast schon ein Spaziergang in den Nordschwarzwald. Viel Natur, wenig Lärm, genug Platz fürs Leben. Und historisch betrachtet? Unweit der früheren Eppinger Linie (1695 unter TürkenLouis errichteten Grenzverteidigungsanlage zu Frankreich zwischen Eppingen und Mühlacker) – also quasi fast in Frankreich.
Bilder: Blick vom Hohscheid nach Heimerdingen, Weissach, Naturpark Stromberg



EBERDINGEN

Eberdingen
Schon 1100 im Schenkungsbuch des Klosters Hirsau erwähnt – und seitdem mehr Besitzerwechsel als in einem schlechten Monopoly-Spiel! Grafen von Calw, Eberstein, Liebenstein, der Abt von Hirsau – und am Ende das Haus Württemberg 1534, das das Zepter übernahm. Damals ein Weinparadies mit tollen Erträgen für das Kloster Maulbronn – da ging der Wein wahrscheinlich schneller über den Tisch als man gucken konnte! Heute gibt’s noch die Zehntscheuer (jetzt Rathaus) und die Martinskirche von 1498.

Hochdorf
Die älteste Geschichte der drei Ortsteile – mit Siedlungsspuren aus dem 4. Jahrtausend v. Chr.! Da war die Welt noch in der Bauphase, während Hochdorf schon keltische Fürsten besaß. 1978 die große Ausgrabung „Keltenfürst von Hochdorf/Enz“ – goldene Schätze, die man heute im Keltenmuseum bestaunen kann. Römer, Alemannen, Franken – alle haben hier ihre Spuren hinterlassen. 779 wurde Hochdorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als fränkische Grafen es mal eben an das Kloster Fulda „verschenkten“ – Klassiker! Dann 1709: Philipp Heinrich Freiherren von Tessin baut ein barockes Landschloss mit Garten, heute Sitz der Trumpf Stiftung.
Bilder: Keltenhügel, Schloss,


Nussdorf
Die Römer waren hier schon im 1.-2. Jahrhundert und dachten, Wein und Römerbäder sind das Geheimnis des Lebens. 1100 n. Chr. im Kloster Hirsau schriftlich erwähnt, ging’s mit den Besitzern wie beim historischen Airbnb: Grafen von Vaihingen, Trucksessen von Höfingen, Reischachs, und am Ende Haus Württemberg. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Nennenswert die Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz (1482), die Burg von 15xx (mit Schloss-Upgrade 1879im Stil der Gotik und Renaissance) und die Martinskirche – Franzosen und Krieg haben sie fast zerstört, aber der Turm steht noch.

BESONDERS NENNENSWERTES
Das kleine Eberdinger FREIBAD, mit seinem Quellwasser und solarer Wassererwärmung, wird seit Jahren als Insider-Tipp in der Umgebung genannt und ist immer eine Erfrischung wert. Die ehemaligen Stallungen und die Kastenscheuer in Hochdorf wurden bis vor ein paar Jahren als Galerien genutzt. Galerie im KUNSTHOF und Schlossgalerie KASTENSCHEUER (einst Atelier von August Lämmle). Die Grundmauern eines mittelalterlichen BURGFRIED findet man im Wald auf dem Hohscheid.
Sehenswert ist in Nussdorf auch das vom Architekturbüro Folker Rockel entworfenen privates Kunstmuseum „KUNSTWERK– Sammlung Alison und Peter W. Klein“ mit ca. 2000 Werken zeitgenössischer Kunst, neben Malerei, Zeichnung und Fotografie auch die Kunst der australischen Aborigines. Die einzige PFERDERENNBAHN Württemberg befindet sich im Reitzentrum Nussdorf.
DIE GEMARKUNG EBERDINGEN hat ein dichtes Netz an ausgeschilderten abwechslungsreichen WANDERWEGE, die teilweise auch gut für Fahrradfahren genutzt werden können, z. B. Milchsäules-Rundweg, Hohscheid-Rundweg, Idyllisches Kreuzbachtal, vom Strudelbach in die Höhe, Hasenlauf-Rundweg, Eberdingen-Riet-Rundwanderweg, Runde mit Weitblick- Hochdorf-Hemmingen.
Quellen: www.eberdingen.de, wikipedia,

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