Reisen, Reisen, Reisen, Hallo Welt – Wir kommen!
R2F2’s 15. Reise
Frühling 2026
Eine Reise nach Sizilien
Wenn man bedenkt das Württemberg mal in der ganz großen Weltpolitik mitgespielt hat, dann müssen wir bis ins späte Mittelalter zurückkehren.


Zu den Staufern (1138–1273). Sie dachten nicht in Dorfgrenzen, sondern in Kaiserformat. Mit ihrem Anspruch auf universale Herrschaft machte das Heilige Römische Reich europäische Politik. Kurz gesagt: Weltpolitik mit Krone, Schwert und sehr großem Selbstbewusstsein.
DAS ERBE DER FALKEN
Ein historischer Krimiroman: Ein Epos über tausend Jahre, geschrieben in Blut, Verrat und dem unbändigen Willen zur Macht über den Aufstieg und Fall der Imperien.

PROLOG:
Das Sterben der Adler (284 – 476 n. Chr.)
Die Welt hielt den Atem an. Im Jahr 284 n. Chr. bestieg Diokletian einen Thron, der auf Treibsand gebaut war. Er teilte das Römische Reich wie eine Beute unter Raubrittern auf. Es war der Anfang vom Ende. Während 313 n. Chr. das Christentum aus den Katakomben kroch und zur Staatsreligion aufstieg, formten sich im Osten neue Mächte: das rabbinische Judentum und der heraufziehende Islam. Doch der wahre Dolchstoß kam aus der Kälte. 375 n. Chr. brach die Lawine los. Hunnen, Westgoten und Alamannen fluteten das Land. Als Kaiser Theodosius I. 395 starb, riss die Landkarte entzwei. Westrom war ein sterbender Riese, der 476 endgültig zu Boden ging.
KAPITEL 1:
Das Komplott der Schattenkönige (481 – 745 n. Chr.)
Aus den Trümmern erhoben sich die Merowinger. Chlodwig I. war ein Fuchs. Er taufte sein Volk, um die Kirche als Komplizen zu gewinnen. Doch seine Erben wurden träge. In den Palastfluren lauerten die Hausmeier – die Verwalter, die heimlich die Fäden zogen. Die Karolinger warteten nur auf einen Fehler.


KAPITEL 2: Das Blutgericht von Cannstatt (746 n. Chr.)
Ort der Tat: Ein Feld bei Cannstatt. Die Opfer: Die gesamte Elite der Alamannen. 746 n. Chr. stellte der karolingische Hausmeier Karlmann die ultimative Falle. Er lud den alemannischen Adel zu einem „Friedensgespräch“. Unter dem Vorwand des Hochverrats ließ er die Zelte umstellen. Tausende wurden in einer einzigen Nacht hingerichtet. Ein politischer Genozid, der den Weg für seinen Bruder Pippin den Jüngeren ebnete. 751 wurde der letzte Merowinger ins Kloster zwangsentsorgt. Die Karolinger hatten den Thron – mit Blut erkauft.
KAPITEL 3: Die Ära der Giganten (800 – 1024 n. Chr.)
Ein einziger Kaiserschlag im Jahr 800 riss Europa aus der Dunkelheit. Erbe Karls des Großen erschuf ein gewaltiges Weltreich nur um kurz darauf in einem blutigen Bruderkrieg zwischen Ost- und Westfranken zu zerfleischen. Während Wikinger und Ungarn die brennenden Grenzlande verwüsteten, schmiedeten ehrgeizige Stammesfürsten wie die Ottonen (ab 919) aus den Trümmern eine neue Weltmacht. Im Westen sicherten sich die Kapetinger (ab 987) das heutige Frankreich durch geschickte Erbfolge. Doch im Schatten dieses Aufstiegs warteten bereits die Salier – hart, stolz und dem Untergang geweiht.


KAPITEL 4: Der Fall von Canossa (1077 n. Chr.)
Der Krimi erreichte seinen emotionalen Tiefpunkt im Schnee. Kaiser Heinrich IV. stand 1077 barfuß vor dem Papst. Gedemütigt. Gebrochen. Er brauchte loyale Krieger, um seine Ehre zu retten. In diesem Moment traten die Staufer aus dem Schatten der Schwäbischen Alb. Friedrich von Büren hatte 1070 seine Burg Hohenstaufen vollendet – eine Festung für eine neue Ära. Heinrich gab ihnen seine Tochter und sein Vertrauen. Ein Pakt mit dem Schicksal.
KAPITEL 5: Rotbart und das Staunen der Welt (1138 – 1250)
1138 bestieg Konrad III. als erster Staufer den Thron. Ihm folgte der legendäre Friedrich I. Barbarossa. Er träumte von der Wiedergeburt Roms, doch sein Kreuzzug endete 1190 im kalten Wasser des türkischen Fluss Saleph. Doch sein Enkel, Friedrich II., der Stupor Mundi, sprengte alle Fesseln. Er sprach sechs Sprachen, schrieb über die Falkenjagd und regierte von Sizilien aus wie ein moderner Pate. Er verhandelte Jerusalem frei, statt es zu stürmen. Der Papst nannte ihn den „Antichrist“. Es war ein Krieg der Ideologien.


EPILOG: Das bittere Ende (1268 n. Chr.)
Jeder Krimi endet mit einer Hinrichtung. 1268 fiel das Beil für den jungen Konradin in Neapel. Die männliche Linie der Staufer war ausgelöscht. Doch die Stauferfrauen führten den Krieg im Stillen fort. Durch strategische Heiraten infiltrierten sie jedes Königshaus Europas. Das Weltreich war zerfallen, doch die Steine ihrer Burgen und die Idee eines kulturellen Europas standen noch, als der Staub sich legte.
Akte geschlossen
Na? Bist du nun bereit, noch etwas tiefer in das staufische Zeitalter einzutauchen, mit uns die Reise nach Sizilien zu beginnen und dabei einige der hier aufgeführten Orte zu besuchen? Dann komm mit! „

🏰 Die Welt der Staufer in Italien
Eine historische Topografie
Zusammenfassung der Machtdynamik
Die Herrschaft der Staufer, insbesondere unter Friedrich I. Barbarossa (12. Jh.) und seinem Enkel Friedrich II. (13. Jh.), prägte Italien von den Alpen bis nach Sizilien. Ihre Präsenz festigte sich in gewaltigen Festungsbauten, strategischen Städten und kulturellen Zentren.

Während im Norden (Barbarossa) der militärische Konflikt mit den Kommunen dominierte, entwickelte sich im Süden (Friedrich II.) eine hochgradig organisierte Residenzlandschaft, die Architektur, Wissenschaft und Verwaltung auf neuartige Weise verknüpften. Unter Friedrich II. erreichte der Konflikt seinen Höhepunkt. Da der Kaiser von Papst Gregor IX. mehrfach exkommuniziert wurde, wurde die politische Wahl zur religiösen Gewissensfrage: Wer zum Papst hielt, galt dem Kaiser als Hochverräter. Wer zum Kaiser hielt, galt dem Papst als Ketzer.


Der Konflikt zwischen Ghibellinen und Guelfen war weit mehr als eine bloße Schlägerei zwischen Stadtfraktionen – es war ein fundamentaler Kampf um die Weltordnung zwischen Kaiser und Papst, der das Gesicht Italiens für Jahrhunderte prägte. Dieser Konflikt zerriss Städte, Familien und Nachbarschaften. Oft reichte die Zugehörigkeit zu einer Partei aus, um über Exil oder Herrschaft innerhalb einer Kommune zu entscheiden. Ghibellinen (Waiblinger): Sie waren die Anhänger des Kaisers (Staufer). Ihr Name leitet sich von Waiblingen, einer Burg der Staufer, ab. Ihr Ziel war ein starkes, zentralisiertes Kaisertum und die Unabhängigkeit der weltlichen Macht von der Kirche. Guelfen (Welfen): Sie unterstützten den Papst. Der Name rührt von den Welfen her, den Rivalen der Staufer im Reich. Sie kämpften für die Freiheit der Kommunen (Libertas) und sahen im Papst den Schutzherrn gegen kaiserliche „Tyrannei“. PS: Die schwäbischen Guelfen kamen aus der Gegend von Weingarten.


Erkennungsmerkmale im Stadtbild
Man konnte die politische Gesinnung einer Stadt oder eines Adelsgeschlechts oft auf den ersten Blick an der Architektur erkennen – insbesondere an den Zinnen der Paläste und Türme. Die Schwalbenschwanz-Zinnen (M-Form) war eine Bauweise der Ghibellinen. Sie symbolisierten die kaiserliche Adlerschwinge (z.B. am Castelvecchio in Verona). Die Rechteckige Zinnen (Blockform) waren typisch für die Guelfen. Sie standen für die päpstliche „Kirchentreue“ (z.B. am Palazzo Vecchio in Florenz).


I. Norditalien: Konflikt und Kaisermacht
In der Po-Ebene und den Alpenausläufern ging es überwiegend um die Behauptung des kaiserlichen Vorrangs gegenüber den erstarkenden Stadtkommunen (Lombardenbund). Trient (Trento) als strategisches Tor sicherte den Zugang zum Brennerpass und somit den Nachschub aus dem Reich. Während Verona als loyaler Stützpunkt und Ort bedeutender Reichstage wirkte. Mailand das Zentrum der Auseinandersetzung blieb trotz totaler Zerstörung durch Barbarossa ein Symbol des Widerstands. Im Gegensatz dazu stand das ghibellinische Cremona, das als treueste Stütze der kaiserlichen Politik in der Lombardei galt. Weitere Herrschaftspunkte waren Orte wie Valeggio sul Mincio, Brescia und Bologna. Sie markierten die Bemühungen, die kaiserliche Verwaltung tief in den Norden zu integrieren. In Städten wie Parma oder Florenz führte dies zu blutigen Straßenkämpfen und massenhaften Vertreibungen. Die unterlegene Partei musste meist die Stadt verlassen und ihre Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht.



II. Mittelitalien: Verwaltung und Geburtsstätten
Diese Region bildete die Brücke zwischen dem „Reich Italien“ im Norden und dem „Königreich Sizilien“ im Süden. Die Kaiserstadt Jesi in den Marken gelegen, nimmt eine Sonderstellung ein, da hier 1194 Friedrich II. in einem Zelt auf dem Marktplatz geboren wurde. Toskanische Bollwerke wie San Miniato wurde aufgrund seiner zentralen Verwaltungslage als „San Miniato al Tedesco“ (der Deutschen) bekannt und Monteriggioni diente mit seiner markanten Mauer als Grenzfestung zur Sicherung staufischer Interessen gegen Florenz. In Umbrien und den Marken waren Spoleto und Assisi (Rocca Maggiore), sie sicherten mit mächtige Burgen die kaiserliche Macht gegen den Einfluss des Papsttums. Auch Ancona am Adriatischen Meer war als Hafenstadt von bedeutendem Wert.



III. Die Abruzzen: Das strategische Bindeglied
Die Abruzzen dienten als hochgelegene Pufferzone und Verteidigungslinie für das Kernland in Süditalien. Hochalpine Festungspolitik wurde hier betrieben. Die Region ist berühmt für die Rocca Calascio, eine der höchstgelegenen Burgen Europas. Das Hochplateau Campo Imperatore trägt seinen Namen direkt zu Ehren Friedrichs II. Als Verteidigungslinien dienten die riesigen Festung Civitella del Tronto und das Castello in Celano. Hier festigte Friedrich II. die Grenzen seines Königreiches gegen den Kirchenstaat. Diese Macht setzte auch später sein Sohn Manfred hier fort, bevor die Herrschaft der Staufer 1266 endete.
Diese Bilder kommen bei der Rückreise, da das Wetter einfach zu schlecht wurde. Schnee bis auf 800m, Brrrrr, ab in den Süden.
IV. Süditalien & Apulien: Das Herz des Imperiums
Unter Friedrich II., dem „Wunder der Welt“, wurde Apulien zum administrativen und kulturellen Zentrum des Reiches. Foggia diente als kaiserliche Hauptresidenz und in Lucera siedelte der Kaiser loyale sarazenische Truppen an und schuf damit eine einzigartige Militärkolonie. Das weltberühmte Castel del Monte bei Andria, gilt als vollkommener Ausdruck staufischer Baukunst. Die Küstenstädte Bari, Trani und Brindisi wurden durch massive Kastelle direkt am Meer gesichert. Als letzte Stationen gelten Cosenza (Kalabrien) und Enna (Sizilien). Auch hier finden sich weitere bedeutende Bauten der Staufer. Sizilien wurde zu einem Schmelztiegel der Kulturen, in dem arabische Wissenschaft, normannische Baukunst und staufischer Ordnungssinn aufeinandertrafen. Sizilien im 12. und 13. Jahrhundert – das war ja nicht einfach nur eine Insel, das war das pulsierende, intellektuelle Herz des Mittelmeers. Die Ära endete tragisch in Torremaggiore, wo Friedrich II. 1250 im Castel Fiorentino verstarb. –>2023 – 3. OCCHIO E PALATO –https://viapb.de/italien-fuer-auge-und-gaumen/



Puuh, das war jetzt aber ganz schön viel Stoff fürs erste und das ganz ohne Bilder, die kommen dann auf den passenden Etappen noch dazu. Ihr wollt ja schließlich was sehen.
Aber natürlich sitzen wir quasi schon auf fast gepackten Koffern, könnte man so sagen!
Wohin führt uns unsere Route zuerst?


Der Beginn
Vom Hohenscheid zur Altenburg
Auf unserem Hausberg Hohenscheid stand bis ins 13Jh. eine Burg der Herren Fleiner vom Hohenscheid.
…und dies ist für uns eine ganz besondere Geschichte, die ihr hier zuvor noch lesen könnt:
–>Auf der Suche nach den Staufern



Stauferstadt Waiblingen
Friedrich I. Barbarossa kam 1122 möglicherweise in Waiblingen zur Welt. (Wikip: „Hagenau“). So genau wois ma des halt ned, aber eine nette mittelalterliche Stadt mit vielen Cafés und ideal zum Start. PS diese Säulen begegnen uns noch ein paarmal.






Lorch
Die Geschichte von Lorch beginnt standesgemäß mit Römern – genauer gesagt mit dem Kastell Lauriacum. Die Römer bauten bekanntlich überall Straßen hin, wo man halbwegs laufen konnte, also auch hier: entlang der Fernstraße von Augusta Vindelicum über Cannstatt nach Mogontiacum (Mainz).
Um 1170 setzten die Staufer noch einen drauf und stifteten ihr Hauskloster den Benediktinern. Klöster konnten sie einfach.

Wäschenbeuren
Im Osten der Schwäbischen Alb begann im 11. Jh die Geschichte der mächtigsten Dynastie. Stammvater der Staufer war Graf Friedrich von Büren, der das ursprüngliche Wäscherschloss errichtete, das als Wiege der Staufer gilt, bevor sie die Burg Hohenstaufen bei Göppingen erbauten.


Ruine Hohenstaufen, Göppingen
Die Burg Hohenstaufen wurde um 1070 von Herzog Friedrich I. von Schwaben erbaut – quasi der Familiensitz mit Fernblick. Bis Mitte des 13. Jahrhunderts war sie die Stammburg der Staufer.
Die älteste Urkunde, in der Göppingen erwähnt wird, stammt von Barbarossa höchstpersönlich (1154). In der Nachbarschaft standen mit Hohen Rechberg und Staufeneck gleich zwei weitere Burgen – man wollte ja nicht allein wohnen.

Burg Katzenstein, Dischingen
Eine der ältesten erhaltenen Stauferburgen. Um 1099 erwähnt und bis heute erstaunlich gut in Form – deutlich besser als manche Zeitgenossen.


Donauwörth – Via Claudia Augusta
Jetzt sind wir wieder kurz bei den Römern – Hier endet die Via Claudia Augusta. Wir folgen ihr Richtung Süden – zumindest gedanklich. Ab hier wollten wir den Weg ab Donauwörth stückweise mit dem Fahrrad erleben. Eigentlich!
Da der Frühling sich jedoch noch im Winterschlaf befand, verschieben wir das Radeln auf später und reisen klassisch weiter: über Lechbruck, Füssen, Reutte, Fernpass, Imst, Landeck, Nauders und den Reschenpass nach Italien ins Vinschgau – und weiter bis Bozen.


Italien – Vintschgau
Burgeis
Die Fürstenburg wurde um 1292 erstmals erwähnt. Oberhalb thront das Benediktinerkloster Marienberg – der Geist schwebt über den Dingen, aber landschaftlich ganz nah dran.




Kastelbell
Entstanden um 1200, allerdings von einem Welfen erbaut. Man kann nicht alles haben.
Venetien – Lombardei
Borghetto Valeggio sul Mincio
Die Stauferstadt der Tortellini – allein das reicht eigentlich schon. Borghetto liegt malerisch beidseits des Mincio unterhalb der mächtigen Visconti‑Brücke. Diese wurde Ende des 14. Jahrhunderts erbaut und ist mit 650 m Länge kein Bauwerk, das man übersieht.
Im Sommer findet hier das Festa del Nodo statt: 2500–3000 Menschen essen Tortellini (man sagt sie wurden hier erfunden) an langen Tafeln auf der Brücke. Romantik, Kohlenhydrate und Feuerwerk inklusive. Wassermühlen gibt’s auch – manche davon arbeiten sogar noch. Vielen Dank Siegfried für den Tipp!








Lombardei
Mantua
UNESCO‑Stadt, von Seen umgeben, die im 12. Jahrhundert zur Verteidigung angelegt wurden. Heute verteidigen sie vor allem das schöne Stadtbild. Romanischer Dom, Palazzi und ein Markttag – Mantua weiß, wie Stadtleben geht.





Venetien
Montagnana
Komplett erhaltene mittelalterliche Stadtmauer, Burg San Zeno und ein Stadtkern wie aus dem Bilderbuch. Perfekt für einen kurzen Stopp – länger bleiben wäre aber auch keine Strafe. – aber keine Stauferstadt.






Emilia-Romagna
Comacchio
Das „Klein‑Venedig“ der Poebene. Früher Lagunenstadt, heute charmant trocken gelegt. Schon die Römer handelten hier mit Salz, und Friedrich Barbarossa war 1177 großzügig genug, den Bewohnern Sonderrechte zu gewähren. Friedrich II. bestätigte das Ganze später noch einmal – doppelt hält besser.






Marken
Gradara
Kurz hinter der Grenze von Marken zur Emilia‑Romagna liegt dieser perfekt erhaltene mittelalterliche Ort. Die Festung aus dem 12. Jahrhundert thront 142 m über dem Meeresspiegel und kontrolliert seit Jahrhunderten das Tal – sehr erfolgreich. Zwei Mauerringe, fast 800 m Länge und ein Bergfried mit Überblick: Die Burg und ihr befestigtes Dorf stellen eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Bauwerke Italiens dar. Ein mittelalterliches Power‑Statement.







Grenzkammstraße Marken – Toskana – Umbrien
Von Gradara aus fahren wir entlang des Grenzkamms zwischen den Marken, Toskana und Umbrien nach Arezzo wieder in die Toskana.



Toskana
Arezzo
Ein echtes mittelalterlicher Architekturjuwel. Früher etruskisch, dann römisch, später Ghibellinen‑Hochburg und kaisertreu. Ab 1348 übernahmen die Medici – man kannte sich ja. Kaufherrenpaläste, Patrizierhäusern, Kirchen und Geschichte an jeder Ecke.












Umbrien
Lago di Trasimeno



Toskana
Palazzo Massaini
Diesmal ohne Weinverkostungszwischenstopp – einfach nur Foto! Der Palazzo Massaini hat seine Ursprünge im frühen 13. Jahrhundert, als auf dem Hügel, auf dem sich heute das Anwesen erhebt, eine befestigte Burg stand. Die von Bibbiano Cacciaconti erbaute Festung gehörte zum mittelalterlichen Besitz der Grafen von Scialenga und überblickte die sanfte Hügellandschaft des Val d’Orcia. Im 16. Jahrhundert wurde das Schloss unter Girolamo Massaini in eine elegante toskanische Villa umgewandelt, der dem Palast auch seinen Namen gab. Über die Jahrhunderte ging dann das Anwesen durch die Hände verschiedener Adelsfamilien, darunter die Placidi, Piccolomini und Dei, die jeweils zu seiner architektonischen und kulturellen Entwicklung beitrugen.
Heute präsentiert sich der Palazzo Massaini als ein wunderschön erhaltenes Anwesen, umgeben von Weinbergen, Olivenhainen und der typischen toskanischen Landschaft – ein bleibendes Zeugnis der Geschichte und Handwerkskunst der Region.




Pienza
Erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. Später kam die Familie Piccolomini ins Spiel, die mit dem Gut Montertari im Orcia-Tal belehnt worden war – dank Kaiser Friedrich II., der großzügig 1220 Land verteilte. Beziehungen waren schon immer hilfreich. Vielen Dank Petra für den Tipp! PS Bei der Pizzeria di Mario finden wir einen (echten😉) Nachkommen Barbarossas, im übrigen wird bei Pummaro die Pizza nicht gekocht, sondern gebacken – La Pizza si fa non si cucina!










Toskana Träume
Wir machen einen Zwischenstopp auf einem Agriturismo Podere Il Casale. Der Hof liegt im Herzen des Val d’Orciamit mit Blick nach Pienza.- eine Bilderbuchatmosphäre.












Am Gran Sasso liegt noch meterweise Schnee – selbst die Staufer hätten da ihre Rüstung gegen Skier getauscht. Deshalb lassen R2 die Kaiserberge diesmal links liegen und rollen lieber sonnensicher weiter Richtung Latium.
Latium
Sant’Angelo (bei Viterbo)
Ein Dorf wie aus einem Märchenbuch – was kein Zufall ist. Riesige Wandgemälde entführen in Fantasiewelten, allen voran Alice im Wunderland. Ziel des Projekts: Leben in einen fast verlassenen Ort bringen, ohne ihn zu verändern. Mission gelungen. Bei soviel Fantasie wird selbst mein Bester zum King Artus.










Vitorchiano
Auf einem Tufffelsen gelegen, mit Mauern, Türmen und viel Mittelalter. Highlight: ein echter Moai. 1990 von Bildhauern aus Rapa Nui geschaffen – der einzige originalgetreu gefertigte Moai außerhalb der Osterinsel. Wer ihm über den Nabel streicht, soll Glück haben. Wir haben es natürlich ausprobiert.







Kampanien
Neapel- Pompeji
Nicht zum ersten mal führt uns der Weg nach Pompeji. Dieses mal kommen wir wegen den neusten Ausgrabungen, die ein ganz anderes Bild von Pompeji zeigen. Es brodelte zu dieser Zeit nicht nur im Vesuv.
















Neapel – Trecase
Weinprobe am Vesuv. Lacryma Christi – die Tränen Christi – begleitet von neapolitanischer Küche. Der Weinanbau auf dem Vesuv geht jedenfalls auf sehr antike Epochen zurück. Laut Aristoteles pflanzten die Thessaler, ein antikes Volk Großgriechenlands, die ersten Weinreben, als sie sich im 5. Jahrhundert v. Chr. in Kampanien ansiedelten. Dieser Wein, der an den Hängen des Vesuvs produziert wird, vereint den Geschmack vulkanischer Erde, den Einfluss des Meeres und ein jahrtausendealtes Erbe, das Mythos, Geschichte und Natur miteinander verbindet. Einer Legende zufolge fiel ein Stück Himmel in den Golf von Neapel, als Luzifer aus dem Paradies verbannt wurde. Christus weinte aus Kummer, und aus seinen Tränen, die auf den Vesuv fielen, entstanden die Rebstöcke des Lacryma Christi.
Vulkanboden – alte Reben – große Legenden – und wir dürfen sogar hier übernachten – Perfekt.
















Am Vesuv taute der Schnee weg, wir gleich mit — wir sagen dem Vulkan flott „Ciao“ und sind im Eiltempo nix wie ab nach Kalabrien.
Kalabrien
Kalabrien begrüßt uns mit Schneegraupel bis auf 800 Meter eher wie ein schlecht gelaunter Kühlschrank als wie eine Sonnenoase. Nach einem kurzen Stop am Meer sagen wir „nett, aber nein danke“ und düsen direkt weiter Richtung Sizilien zur Straße von Messina.



Straße von Messina



Sizilien

Die Geschichte geprägt von seiner strategischen Lage im Zentrum des Mittelmeers. Eine Insel, die mehr Eroberer gesehen hat als ein Fußballstadion Fans. Schmelztiegel der Kulturen, kaum je eigenständig, fast immer begehrt. So wurde die Insel nacheinander von Phöniziern, Griechen, Römern, Arabern und Normannen besiedelt und erobert. Jede dieser Epochen hinterließ ein reiches Erbe in Architektur, Sprache und Kultur. Das Ergebnis: eine Kultur so vielfältig wie eine Pizza „tutto“- dies spürt man vor allem in Palermo.
Sizilien wirkt auf den ersten Blick fast wie ein Dreieck, das mitten ins Mittelmeer gesetzt wurde – und genau das fiel schon den alten Griechen auf. Sie gaben der Insel den Namen Trinakria, also „Drei-Kap“, angelehnt an ihre drei markanten Spitzen: Capo Peloro bei Messina im Nordosten, Capo Passero im Südosten und Capo Boeo bei Marsala im Westen.
„Geologisch liegt Sizilien genau dort, wo die afrikanische auf die eurasische (genauer: apulische) Platte trifft – und das spürt die Insel bis heute. Tief unter ihr stehen die Gesteinsmassen immer wieder unter Spannung, was vor allem im Süden zu Erdbeben führt. Im Osten zeigt sich die geologische Unruhe noch dramatischer: Dort gehört Sizilien zu einer vulkanischen Linie mit dem Ätna und den Liparischen Inseln. Auch Pantelleria und Ustica verdanken ihre Entstehung den Kräften aus dem Erdinneren.“
Sizilien die Insel im Mittelmeer, auf der Sonne, Meer und Geschichte ganz selbstverständlich zusammen gehören und die Menschen prägte. Zwischen Vulkanlandschaften, alten Städten und kleinen Küstenorten wirkt vieles zugleich lebendig und ein bisschen zeitlos und oft beginnt das Besondere dort ganz unauffällig – zum Beispiel bei einem einfachen Becher Orangensaft, das überraschend lange im Gedächtnis bleibt.







Catania
Catania die zweitgrößte Stadt Siziliens und historische Hafenstadt an der Ostküste Siziliens, blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich war sie eine griechische Siedlung, die 729 v. Chr. gegründet und 263 v. Chr. von den Römern eingenommen wurde. Danach stand die Stadt unter dem Einfluss verschiedener Herrschaften wie Ostgoten, Arabern, Normannen und Aragonesen. Zeitweise war Catania sogar Hauptstadt des Königreichs Sizilien, bevor sie um 1860 Teil des Königreichs Italien wurde. Diese wechselvolle Vergangenheit prägt die Stadt bis heute und verleiht ihr einen lebendigen Charakter trotz der Lage am Fuße des Ätna, der die Stadt 1693 vollständig zerstörte. Beim Wiederaufbau nutzte man Lavagestein und errichtete viele Gebäude im barocken Stil, der das Stadtbild bis heute prägt. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen die Piazza del Duomo mit dem Elefantenbrunnen, die Kathedrale von Catania und die Barockkirchen der Altstadt. Das Castello Ursino – ein echtes Stauferkastell von Friedrich II. – trotzt seit dem 13. Jahrhundert Zeit, Lava und Geschichte. Besonders eindrucksvoll ist auch der Fischmarkt La Pescheria, der an Werktagen das lebendige Herz der Stadt spürbar macht.
Die Catanesi, gelten als herzlich, temperamentvoll und offen. Ihre Lebensfreude ist in der ganzen Stadt spürbar – auf den Straßen, auf Märkten wie der Pescheria, in Cafés, Trattorien und an Street-Food-Ständen. Musik, Gespräche, gutes Essen und das Miteinander gehören selbstverständlich zum Alltag. Die Universität verleiht der historischen Barockstadt zusätzlich ein junges, lebendiges Flair. So verbindet Catania Geschichte, Kultur und mediterrane Lebenslust auf besondere Weise.




























Brucoli & Augusta
Wir besuchen den Ort Brocoli, nicht weit von Augusta entfernt. Das charmante Städtchen ruht auf einer kleinen, felsigen Halbinsel und wirkt dabei, als wüsste es sehr genau, wie gut es aussieht. Aus dem einstigen Fischerdorf ist in den letzten Jahren ein beliebtes Seebad und Schnorchelrevier geworden – inzwischen ziehen hier also nicht nur Fische ihre Bahnen, sondern auch Urlauber mit Taucherbrille und erstaunlich ernsthaften Ferienplänen. Besonders eindrucksvoll ist die Festung aus dem 15. Jahrhundert, die einst zum Schutz vor Piraten errichtet wurde – gewissermaßen die höfliche, aber sehr bestimmte Art des Ortes zu sagen: Bitte draußen bleiben. Und als farbige Zugabe begegnet man im ganzen Dorf Streetart, die vom Leben und der harten Arbeit der Fischer erzählt.








Die Altstadt von Augusta liegt auf der gleichnamigen Insel, die über zwei Brücken mit dem Festland verbunden ist; betreten wird sie durch das Spanische Tor, das einen angenehm würdevollen Auftakt bietet. Benannt wurde Augusta nach dem römischen Kaiser Augustus, gegründet jedoch wurde die Stadt zwischen 1233 und 1234 von Friedrich II., der hier einen militärischen Stützpunkt anlegen ließ, um die nur schwach befestigten Gebiete seines Reiches zu stärken. Zugleich baute er den Hafen zu einem bedeutenden Militärhafen aus. Das Castello d’Augusta prägt bis heute eindrucksvoll das Ortsbild; es entstand zwischen 1231 und 1241 und erinnert mit stiller Selbstverständlichkeit daran, dass man hier einst weniger an Flaniermeilen als an Verteidigung dachte. Wir begnügen uns mit einer Runde um die Festung – gewissermaßen im Vorbeifahren auf italienische Art: ein kurzer Blick, ein rascher Klick, und schon geht es weiter zum nächsten Ziel.



Syrakus
Syrakus liegt an der Küste des Ionischen Meeres und wurde um 730 v. Chr. von griechischen Siedlern aus Korinth gegründet. Bis heute erzählt die Stadt an fast jeder Ecke von ihrer großen Vergangenheit. Besonders ist der Park von Neapolis mit dem römischen Amphitheater, dem Teatro Greco und der berühmten Orecchio di Dionisio, die wir ja aus Indiana Jones kennen – Legende wirkt – wir sparen uns allerdings die Antiken Porzelanstückchen und wenden uns lieber der kulturell-wissenschaftlichen Seite Syrakus zu, einst ein bedeutendes Zentrum: Aischylos wirkte hier, Platon lehrte in der Stadt, und Archimedes entwickelte nicht nur kluge Gedanken, sondern auch erstaunlich wirksame Verteidigungsmaschinen. In ihrer Blütezeit zählte Syrakus rund 300.000 Einwohner und wurde von Cicero als die größte und schönste aller griechischen Städte gelobt. 1693 traf das verheerende Erdbeben in Südostsizilien auch Syrakus schwer. Beim Wiederaufbau entstanden viele Bauten im sizilianischen Barock, die das Stadtbild bis heute prägen. Das historische Herz der Stadt ist die Insel Ortygia, die zwischen zwei Naturhäfen liegt und nur durch eine schmale Durchfahrt vom Festland getrennt ist. An ihrer Spitze erhebt sich die Stauferfestung Castello Maniace eindrucksvoll über dem Meer. Ganz in der Nähe liegt die berühmte Arethusa-Quelle, um die sich eine alte griechische Sage rankt: Die Nymphe Arethusa verwandelte sich mit Hilfe der Göttin Artemis in eine Quelle, um einem Jäger zu entkommen – dramatisch, aber immerhin mit stilvollem Ende. Bis heute verbindet Syrakus antike Geschichte, mythologische Erzählungen und mediterrane Schönheit auf ganz besondere Weise. Wie lebendig die Stadt ist, spürt man besonders auf dem Straßenmarkt von Ortygia: Zwischen leuchtenden Farben, intensiven Düften und sizilianischen Spezialitäten wird ein einfacher Spaziergang schnell zu einem kleinen Fest für die Sinne.
Und neben Archimedes, Platon und Aischylos sitzen wir hier an der Quelle der Nymphe bei Arancini und Bier in keiner schlechten Gesellschaft.
























Punta Marinaro
Unser Liegeplatz über die Osterfeiertage ein ruhiger Sandstrand in der Provinz Ragusa im Südosten Siziliens – hier dominieren die Gemüseplantagen unter Plastik, ganz wie in Südspanien nicht wirklich schön aber wir können mal wieder auf unsere Drahtesel steigen und fahren nach Donnafugata.



Donnafugata
Donnafugata ist eine Welt voller Farben – und ausnahmsweise reden wir nicht über Sonnenuntergänge, sondern über Wein. In einem der ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Anwesens befindet sich heute die Weinkellerei Donnafugata mit Weinbergen auf Sizilien und Lampedusa. Das Haus ist weit über Italien hinaus bekannt – und wir werden später noch höchst persönlich prüfen, warum. Doch zuerst steht das Castello di Donnafugata auf dem Programm. Der ursprüngliche Bau wurde im 14. Jahrhundert von der Familie Chiaramonte in Auftrag gegeben, die 1060 mit den Normannen nach Sizilien gekommen war. Auf diesen Grundmauern ließ Barone di Donnafugata (1824–1895), in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das heutige Palastgebäude errichten. Es verfügt über 122 Zimmer auf 2500 m² Wohnfläche, dazu kommen rund 8 Hektar Park mit Pavillons, künstlichen Grotten und allem, was ein Schloss braucht, um schon auf den ersten Blick Eindruck zu machen. Für den Namen Donnafugata – wörtlich: „Frau auf der Flucht“ – gibt es mehrere Erklärungen. Eine klingt wie Stoff für einen historischen Liebesfilm: Angeblich soll eine Enkelin des Schlossherrn um 1900 mit ihrem Liebhaber bei Nacht und Nebel aus dem Palast geflohen sein. Die andere, deutlich nüchternere Deutung führt in die Sprachgeschichte. Demnach leitet sich der Name vom arabischen Begriff ain as jafaiat ab, auf Italienisch Fonte della salute, also „Quelle der Gesundheit“. Das passt gut, denn die Gegend um Ragusa war ungewöhnlich reich an Quellwasser. Aus Fonte della salute wurde im Sizilianischen schließlich Ronnafuata – und daraus Donnafugata, ganz ohne dramatische Flucht bei Mondschein. Das Castello di Donnafugata und sein Schlossherr Corrado Arezzo sollen Giuseppe Tomasi di Lampedusa, der hier oft seine Kindheit verbrachte, zu seinem Roman Der Leopard inspiriert haben. Und als wäre literarischer Ruhm nicht schon genug, schaffte es das Schloss auch noch auf die Leinwand: Einige Szenen der Verfilmung von Luchino Visconti wurden 1963 im Palast gedreht. Kurz gesagt: Dieses Schloss kann nicht nur Geschichte, sondern auch ziemlich überzeugend großes Kino.



















Caltagirone
Die heutige Stadt wurde im 9. Jahrhundert von den Arabern gegründet, die hier eine Festung errichteten und sie Qalat-al-Ghiran nannten – die „Burg über den Höhlen“, auf Latein Calatagerun. 1030 wurde die Festung zwar von einer Gruppe Ligurer erobert, doch der Erfolg war eher von der kurzlebigen Sorte. Auch nach der Eroberung Siziliens durch die Normannen zwischen 1061 und 1091 blieb Caltagirone zunächst arabisch geprägt. 1161 flohen vertriebene Araber aus den Nachbarorten hierher, und unter der Herrschaft Friedrichs II. wuchs die Stadt ab 1207 weiter. Ab dem 15. Jahrhundert machte sich Caltagirone dann einen Namen, für den es bis heute berühmt ist: die Töpferkunst. Damals lebten hier etwa 20.000 Menschen, rund 1000 von ihnen arbeiteten als Keramiker – was für eine Stadt dieser Größe schon fast nach einer ziemlich beeindruckenden Quote klingt. Bis heute gilt Caltagirone deshalb als die „Keramikhauptstadt“ Siziliens.






















Piazza Armerina – Villa Romana del Casale
Während der ersten beiden Jahrhunderte der römischen Kaiserzeit erlebte Sizilien wirtschaftlich eher eine Durststrecke. Das auf Sklavenarbeit beruhende System der großen Landgüter ließ viele Städte verfallen, während die reichen Besitzer lieber anderswo residierten. Zu Beginn des 4. Jahrhunderts änderte sich das Bild jedoch deutlich: Das ländliche Sizilien gewann wieder an Wohlstand, auch weil Afrika und Tripolitanien für die Getreidelieferungen nach Italien an Bedeutung gewannen und Sizilien damit auf den Handelsrouten zwischen beiden Kontinenten in eine zentrale Lage rückte. Gleichzeitig entdeckten wohlhabende Schichten wie Ritter und Magistrate das Landleben wieder für sich – offenbar mit einer gewissen Vorliebe für großzügige Immobilien. Sie zogen sich auf ihre Besitzungen zurück und ließen ihre Residenzen ausbauen, verschönern und komfortabel ausstatten. Die Villa del Casale bei Piazza Armerina ist eines der eindrucksvollsten ist ein Beispiel und eines der bedeutendsten Zeugnisse des römischen Sizilien – und vor allem berühmt für ihre prachtvollen Bodenmosaiken. Im 12. Jahrhundert wurde die Anlage verschüttet und erst im 20. Jahrhundert weitgehend wieder freigelegt: ein archäologischer Glücksfall.















Falconara
Die Strände im Südosten Siziliens in der Provinz Ragusa gehören zu den schönsten und unberührtesten der Insel. Weite Strände aus feinem, goldgelbem Sand wechseln sich mit kleinen Buchten und halbmondförmigen Uferstreifen ab – fast so, als hätte jemand bei der Küstengestaltung besonders gute Laune gehabt. Einige davon liegen in Naturreservaten und sind so herrlich ursprünglich, dass man sie teilweise nur zu Fuß erreicht; selbst im Sommer geht es dort angenehm entspannt zu. Andere sind leicht zugänglich und als Lido ausgestattet – also perfekt für alle, die Natur gern mit einer Prise Bequemlichkeit kombinieren. Schloss Burg Falconara aus dem 14. Jahrhundert, das sich durch seinen großen zentralen Turm auszeichnet, der ursprünglich zur Falkenzucht für die Jagd errichtet wurde. Falconara ist dagegen genau das Richtige für unser aktuelles Reisegemüt: ein ruhiger, langer Sandstrand mit feinem Sand, wenig Betrieb und viel freier Fläche – ideal für alle, die nach den Städten der Ostküste dringend wieder Luft, Weite und ein bisschen Strandmeditation brauchen. Ein ausgewiesenes Kitesurf-Zentrum ist Marinaro zwar nicht, aber an windigen Tagen gibt es durchaus gute Bedingungen. Wir genießen dort vor allem das entspannte Flair, packen stilecht unsere Aruba-Bar aus und lassen den Abend mit einem Film über Nazzare ausklingen. Am Samstag setzt der Platzbesitzer dem Ganzen noch die Krone auf und kocht für uns ein sizilianisches Drei-Gänge-Menü mit Nachtisch. Kurz gesagt: erst Strand, dann Film, dann Festmahl – Herrlicher kann man sich kaum in den Süden hineinleben.











Agrigento
Um 582 v. Chr. suchten griechische Siedler aus Gela und Rhodos einen Ort mit Meerblick, guter Lage und reichlich Platz für große Bauprojekte – und gründeten kurzerhand Akragas. Die Römer dachten sich später: „Klingt gut, aber auf Latein noch besser“, und nannten die Stadt Agrigent bzw. Agrigentum.Heute liegen die beeindruckenden Überreste dieser einst prachtvollen Metropole im berühmten Tal der Tempel. Zwischen mächtigen Säulen und jahrtausendealten Ruinen fühlt man sich fast wie in einem antiken Freilichtkino – nur ohne Popcorn, dafür mit deutlich besserer Kulisse. Kein Wunder, dass die archäologischen Stätten von Agrigent zu den spektakulärsten historischen Sehenswürdigkeiten Siziliens zählen.




Realmonte
Die Scala dei Turchi – auf Deutsch „Treppe der Türken“ – ist ein beeindruckender, schneeweißer Kalkfelsen nahe Realmonte, unweit von Agrigent. Von Wind und Meer über Jahrtausende in sanfte Stufen geformt, sieht er aus, als hätte die Natur beschlossen, eine elegante Freitreppe direkt ins Mittelmeer zu bauen. Der Name geht vermutlich auf sarazenische Piraten zurück, die im Volksmund schlicht „Türken“ genannt wurden. Der Legende nach ankerten sie ihre Schiffe im geschützten Windschatten des Felsens – gewissermaßen der erste kostenlose Parkplatz mit Meerblick. Eine andere Theorie meint, der Name könne von der Ähnlichkeit zu den weißen Kalkterrassen von Pamukkale stammen. Ob Piratenhafen oder Naturtreppe deluxe: Heute ist die Scala dei Turchi vor allem eines – ein spektakulärer Ort, aber leider nur noch von oben anzuschauen.





Lido Fiori
Lido Fiori von Menfi liegt an der ruhigen Südwestküste Siziliens, wo feiner Sand, sanfte Dünen und klares Meer und heute guter Wind auf eine geschichtsträchtige Landschaft treffen. Inmitten des Gebiets von Selinunt und Rocche di Cusa zeigt sich hier eine stille, ursprüngliche Seite der Insel – geprägt von Natur, Tradition und geschützten Dünen, die sich harmonisch in die mediterrane Umgebung einfügen. Ein idealer Ort um einen Wasch-und Putztag einzulegen.





Sciacca
Mit seinen majestätischen Palmen, die die Uferpromenade und Teile der Altstadt säumen, könnte man meinen, man sei in einer exotischen Stadt irgendwo in Übersee. Doch weit gefehlt – wir befinden uns immer noch auf Sizilien, genauer gesagt in Sciacca, einer der schönsten und geschichtsträchtigsten Städte der Insel. Bekannt ist Sciacca für seine traditionsreichen Thermalbäder, kunstvolle Keramik und einen Karneval, bei dem selbst die ernstesten Sizilianer für ein paar Tage das Tanzbein schwingen. Der Legende nach wurde die Stadt vom Sikanerkönig Kokalos gegründet. Aus den Höhlen des Monte Kronio steigen seit Jahrtausenden schwefelhaltige Dämpfe mit heilender Wirkung auf, die schon Griechen und Römer für ihr antikes Wellnessprogramm nutzten – ganz ohne Bademantel und Kräutertee. Der geheimnisvolle Monte Kronio faszinierte sogar Werner Herzog, der hier seine ganz persönliche „Götterdämmerung“ inszenieren wollte; zwischen dampfenden Höhlen und schroffen Felsen könnte man tatsächlich meinen, Wotan käme gleich um die Ecke. In den Gassen von Sciacca schmückt farbenfrohe Keramik Häuser, Treppen und Plätze und verwandelt die Stadt in ein lebendiges Freilichtmuseum. Der Karneval von Sciacca zählt zu den berühmtesten Siziliens: Riesige Festwagen, fantasievolle Kostüme und mitreißende Choreografien sorgen für eine Atmosphäre, bei der selbst Konfetti im Weinglas völlig normal wirkt. Wir kamen leider zu spät an und haben das Spektakel nicht gesehen. Weil Sciacca mitten in einer bedeutenden Weinbauregion rund um den Lago Arancio liegt, versteht man spätestens mit einem Glas sizilianischen Rotweins in der Hand und dem Blick aufs Meer, warum man hier gerne länger bleibt als geplant.
























Bei Sambuca di Sicilia





Giuliana
Giuliana thront hoch über dem Sosio-Tal wie ein stiller Wächter zwischen Geschichte und Gegenwart. Inmitten einer Landschaft voller archäologischer Spuren lebt der Ort heute vor allem von der Landwirtschaft und den berühmten Giarraffa-Oliven. Über allem erhebt sich das Castello di Federico II, dessen helle Mauern und weite Aussicht deutlich machen, warum man hier einst Feinde frühzeitig erkennen konnte – und heute nur ungern wieder weiterzieht. In den blumengeschmückten Gassen begegnet mir eine ältere Bewohnerin, die mir von ihren Blumen und ihren Kindern in Deutschland und den seltenen Treffen mit ihren Enkeln erzählt. Als ich ihr das Foto zeige, das ich von ihr gemacht habe, bedankt sie sich mit einem festen Händedruck und einem warmen Lächeln. So bleibt von Giuliana nicht nur der Blick über das Tal in Erinnerung, sondern vor allem die leise Erkenntnis, dass die schönsten Geschichten oft hinter einer unscheinbaren Haustür beginnen.

















Gibellina – Nova Gibellina
Als am 15. Januar 1968 ein verheerendes Erdbeben das Belìce-Tal erschütterte, wurde Gibellina nahezu vollständig zerstört. In Rom entschied man, die Stadt nicht am alten Ort wiederaufzubauen, sondern die Bewohner umzusiedeln. So entstand rund 18 Kilometer entfernt Gibellina Nuova – eine Stadt auf dem Reißbrett, entworfen nach den Idealen des modernen Städtebaus. Unter der visionären Leitung von Bürgermeister Ludovico Corrao schufen renommierte Künstler und Architekten wie Joseph Beuys, Oswald Mathias Ungers und Rob Krier Kunstwerke für Plätze und Straßen. Heute besitzt der neue Ort die höchste Dichte moderner Kunst in ganz Italien. Das bekannteste Werk ist das Grande Cretto des italienischen Künstlers Alberto Burri. In den Ruinen von Gibellina Vecchia überzog er die ehemalige Altstadt mit einer gewaltigen weißen Betonschicht, die den Verlauf der alten Straßen und Häuserblöcke nachzeichnet. Die begehbaren Einschnitte folgen den einstigen Gassen – und lassen die untergegangene Stadt auf stille, eindrucksvolle Weise weiterlebe. Doch so beeindruckend das Konzept auch war – viele Bewohner konnten sich mit ihrer neuen Heimat nie ganz anfreunden. Manche Viertel stehen inzwischen leer, und so manches Kunstwerk wirkt, als warte es noch immer darauf, wirklich bewohnt zu werden. Ein Lost Place

































Nach so viel Kunst braucht mein Gudster was Rechtes zwischen die Kiemen. Wir werden schnell fündig – beim hiesigen Metzger am Ort.
Mazara del Vallo
Mazara del Vallo wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet und diente einst als Hafen der antiken Stadt Selinunt. Nach einer Blütezeit unter Arabern, die die Stadt 827 eroberten und zur Hauptstadt des Val di Mazara machten, erhielt die islamisch geprägte Altstadt später barocke Ergänzungen. Bis heute erzählt besonders die verwinkelte Kasbah von dieser bewegten Geschichte. Im Hafen, dem wirtschaftlichen Herz der Stadt, bestimmen Fischkutter und der Duft des Meeres den Alltag, während in den engen Gassen der Kasbah vor allem Menschen aus Nordafrika leben – und damit ein Stück jener kulturellen Vielfalt bewahren, die Mazara del Vallo seit Jahrhunderten prägt.



























San Vito lo Capo
San Vito Lo Capo ist ein kleines Küstenstädtchen im Nordwesten Siziliens, das aussieht, als hätte jemand die Farben etwas zu kräftig eingestellt. In einer geschützten Bucht leuchtet ein Strand so weiß, dass Sonnenbrillen hier weniger Accessoire als Überlebensausrüstung sind, während der markante Monte Monaco wie ein gelassener Türsteher über Meer und Ort wacht. Im Zentrum erhebt sich das Santuario di San Vito, ein festungsähnlicher Bau aus dem 15. Jahrhundert mit arabisch-normannischen Einflüssen; auch die kleine Kapelle der heiligen Crescentia und der runde Torre Torrazzo erzählen von dieser bewegten Geschichte. Einmal im Jahr wird es hier besonders international, wenn beim berühmten Couscous-Fest die Welt friedlich darüber diskutiert, wer den besten Couscous kocht – zweifellos eine der angenehmsten Formen kultureller Verständigung. Wir kreieren hier eine fränkisch-schwäbische-sizilianische Verständigung und verbringen ein paar Tage mit Martina und Peter hier am Strand. Schön wars mit euch! PS: Bernd hofft, dass Peter seine Knoten nicht verlernt hat und wie man sieht stürzte sich Bernd todesmutig in das kalte Wasser.























Isola dell Femmine
Der Ort entstand im 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde hier ein Leuchtturm gebaut und es gab einige Thunfischfangplätze. Die vorgelagerte Insel ist Naturreservat. Für uns ist es der Anlaufpunkt für Palermo. PS Hier gibt es das Beste Pistazieneis von Sizilien und die besondere Spezialität ist das Eis im Brioche – wir haben einige davon probiert.









Palermo
Palermo ist heute mit rund 650.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Italiens sowie Hauptstadt und politisches wie kulturelles Zentrum Siziliens. Die Stadt liegt in einer Bucht, die wegen ihrer Fruchtbarkeit einst „goldenes Becken“ genannt wurde, eingerahmt vom Monte Pellegrino im Norden und dem Monte Catalfano im Osten. Palermo ist eine Stadt, die viele Leben geführt hat. Von den Phöniziern als geschäftiger Handelsposten gegründet und von den Griechen ehrfürchtig „Panormos“ – der „ganz große Hafen“ – genannt, entwickelte sie sich früh zu einem begehrten Knotenpunkt im Mittelmeerraum. Karthager, Römer, Byzantiner und Araber hinterließen ihre Spuren; besonders unter islamischer Herrschaft begann Palermo zu erblühen: Gärten voller Zitrusbäume, ein geschäftiger Hafen und eine Metropole, die zu den größten Europas zählte. Mit den Normannen entstand eine einzigartige Verbindung aus arabischer, byzantinischer und abendländischer Kultur, die der Stadt bis heute ihr unverwechselbares Gesicht verleiht. Unter den Staufern war Palermo unter anderem Residenzstadt von Friedrich II.. Später übernahmen Anjou und Aragonesen die Herrschaft, und die Stadt erlebte Zeiten von Glanz und Niedergang, von Aufständen und tiefgreifenden Umbrüchen. Wer heute durch Palermo geht, begibt sich auf eine unvergessliche Reise durch mehr als zwei Jahrtausende Geschichte einer der bedeutendsten Städte des Mittelmeerraums. Die verschiedenen Herrschaften, die einander im Laufe der Jahrhunderte ablösten, haben in den Gassen lebendige Spuren von Kulturen, Zivilisationen, Sprachen und Religionen hinterlassen: eine einzigartige und unwiederholbare Synthese aus mittelalterlichen, byzantinischen, arabisch-normannischen und barocken Zeugnissen, Hüter einer multiethnischen Vergangenheit, die es zu entdecken gilt. Bei einem Spaziergang durch die historische Altstadt offenbart sich das Herz Siziliens. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kathedrale von Palermo, der Palazzo Reale mit der Cappella Palatina sowie die prächtige Piazza Pretoria mit ihrem berühmten Brunnen und dem gleichnamigen Palast. Das Zu den eindrucksvollsten Orten Palermos gehören auch seine drei historischen Märkte, auf denen sich das wahre, unverfälschte Leben der Stadt entfaltet. Mercato di Ballarò ist der älteste und lebhafteste von ihnen – ein farbenfrohes Labyrinth aus Stimmen, Düften und sizilianischen Spezialitäten. Mercato del Capo begeistert mit seiner authentischen Atmosphäre und erinnert mit den lautstarken Händlern fast an einen orientalischen Basar. Mercato della Vucciria, einst das pulsierende Herz des Handels, besitzt bis heute einen rauen, poetischen Charme und wird besonders in den Abendstunden zu einem beliebten Treffpunkt. Gemeinsam erzählen diese Märkte von der sinnlichen, lebensfrohen Seele Palermos. Und wie es bei uns fast immer ist, flüstert uns der Markt schon von weitem zu: „Kommt her, kommt zu mir!“ – kaum sind wir aus der Bahn gestiegen, folgen wir diesem Ruf nur allzu gern. Hier nehmen wir auch am Grab von Federico II Abschied von ihm.








































































Die Legende von Teste di Moro
Die beiden Köpfe, die du in Sizilien überall siehst, heißen „Teste di Moro“ („Köpfe des Mohren“). Das sind traditionelle Keramik-Köpfe – meist ein Mann mit Turban oder dunkler Haut und eine Frau mit Krone oder Blumen. Sie gehören zu den bekanntesten Symbolen Siziliens.
In den engen Gassen von Palermo, dort, wo der Duft von Jasmin und heißem Stein in der Abendluft hängt, lebte einst eine junge Frau hinter einem Balkon voller Pflanzen. Sie sprach wenig mit der Welt unter ihr, bis eines Tages ein Fremder vorbeikam — dunkel gekleidet, mit Augen, die Geschichten ferner Küsten kannten. Er kam wieder, erst zufällig, dann absichtlich, und zwischen den Tontöpfen und dem Schatten der Mauern entstand etwas, das schneller wuchs als Basilikum im sizilianischen Sommer. Der Fremde erzählte von Meeren, Gewürzen und Städten jenseits des Horizonts, und die Frau hörte zu, als würde jedes Wort ein neues Fenster öffnen. Doch eines Morgens fiel beiläufig ein Satz zwischen sie: Zuhause warteten bereits ein anderes Leben, eine Familie, eine Rückkehr, die längst beschlossen war. Danach wurde es still auf dem Balkon. Die Nachbarn bemerkten nur, dass dort bald ein neuer Keramikkopf stand — sorgfältig bemalt, stolz aufgerichtet, darin eine Pflanze mit ungewöhnlich kräftigem Grün. Man sagte, die Frau habe gelernt, Schmerz in Schönheit zu verwandeln. Andere sagten nichts und betrachteten nur das Basilikum, das über den Rand wuchs. Und so begann man in ganz Sizilien, Köpfe aus Ton auf Fensterbänke zu stellen — als Erinnerung daran, dass Liebe auf der Insel selten sanft erzählt wird.

Richtung Livorno



Valeggio sul Mincio



Naudes – Martina -Schweiz
So und nun holt uns der Winter doch wieder ein

Impressionen aus dem Süden












Unser sizilianische Rezept
Insalata Agrumi
2 Orangen, 1 rosa Grapefruit, 60 g entsteinte schwarze Oliven, 1 Frühlingszwiebel, 2 Esslöffel Olivenöl, Salz, Rosa Pfeffer, Grüner Pfeffer
Zubereitung
Schälen Sie die Orangen und Grapefruits, entfernen Sie die weiße Haut und die Kerne und schneiden Sie die Zitrusfrüchte anschließend in Stücke. Das Obst in eine Salatschüssel geben und die geputzten und in dünne Scheiben geschnittenen Frühlingszwiebeln sowie die geschnittenen Oliven hinzufügen, mit einer Prise Salz und einem Schuss Öl würzen; mit einigen Zitronenmelisse garnieren und zum Schluss mit leicht zerstoßenen rosa und grünen Pfefferkörnern bestreuen.
Thunfisch siziliana
Thunfischsteaks, 2 cm dick, 2 EL Olivenöl, Fleur de Sel
Salsa
Knoblauchzehen, 4 Tomaten, 20 grüne Oliven ohne Stein, 1 Bio-Zitrone
Zweige glatte Petersilie, 2 EL Olivenöl, 4 EL Kapern, 4 EL Rosinen, 50 ml Weißwein
Zubereitung
Die Tomatenstücke, die Olivenscheiben, die fein geraspelte Zitronenschale, die Petersilie, die Kapern und die Rosinen dem Knoblauch beifügen und den Weißwein dazu gießen. Mit schwarzem Pfeffer und Salz nach Geschmack würzen und die Salsa ca. 8 Minuten garen lassen. Inzwischen die Thunfischsteaks mit dem Olivenöl einreiben und ca. 30 Sekunden grillen. Für ein schönes Grillmuster die Steaks um 45 Grad drehen und nochmals 30 Sekunden grillen. Die Steaks wenden und nochmals 2 x 30 Sekunden grillen. Die Außenseite der Steaks ist nun optimal gegrillt, während ihr Inneres noch köstlich rosé gefärbt ist. Die Steaks mit schwarzem Pfeffer und Fleur de Sel bestreuen und mit der sizilianischen Salsa und den Zitronenscheiben servieren.











Buono Appetito!




